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Segeln in Tirol

Auch in Tirol und Umgebung gibt es einige interessante Segelreviere, die sich für einen Tagesausflug oder ein verlängertes Wochenende gut eignen. Sogar Windsurfer und Kitesurfer kommen dabei auf ihre Kosten!

Wer an Tirol denkt, denkt nicht unbedingt ans Segeln.

Doch ist es wirklich so, dass man in Tirol kaum Möglichkeiten zum Segeln findet?

Hier wollen wir euch einige Segelreviere im Großraum Tirol vorstellen, die ihr für einen Tagesausflug oder einen Kurzurlaub über ein Wochenende gut nützen könnt, um eure Segelerfahrungen aufzufrischen bzw. zu vertiefen.

Segelhotspots im Großraum Tirol in der Kartenansicht

Der Achensee

Zwischen Karwendel und Rofan

Der bekannteste Segel-Hotspot in Tirol ist sicherlich der Achensee.

Der an seiner tiefsten Stelle 133m tiefe, natürlich entstandende Achensee gehört seit 1919 der Stadt Innsbruck, die hier durch die TIWAG, die 1924 eigens zu diesem Zwecke gegründet wurde, ein Wasserkraftwerk betreiben läßt.
Als größter See in Nordtirol ist er nicht nur bei Seglern beliebt, sondern auch bei Windsurfern und Kitesurfern!

Die Wassertemperatur allerdings, die selten 20 Grad Celsius übersteigt, macht es notwendig, dass man selbst im Hochsommer auf den Neoprenanzug nicht verzichten sollte. Am Nachmittag baut sich am Achensee meist eine schöne Thermik auf, die einen kräftigen Nordwind bringt, den sogenannenten "Boarischen", der dann mit 3-5 Beaufort durch das Achenseetal pfeift. Bei Südföhn allerdings sollte man etwas Vorsicht walten lassen, dieser Wind ist recht böig, dreht viel und kann mitunter auch sehr stürmisch werden!
Am Achensee finden sich etliche Segelschulen und Segelclubs, und Boote werden an Gäste mit einem "Segelschein A", genauer gesagt dem Bfa-Binnen auch stundenweise vermietet.

Bei Regattaseglern ist der Achensee ein bekannter Hotspot, veranstalten hier doch der Segelclub TWV Achensee sowie der Yachtclub Achenkirch regelmäßig interessante Regatten, wie beispielsweise Staatsmeisterschaften, Schwerpunktregatten und Klassenmeisterschaften.

Der Tegernsee

Königlich-Herzogliche Sommerresidenz in Bayern

Der Tegernsee ist gerade einmal eine knappe dreiviertel Stunde mit dem Auto vom Achensee entfernt und bietet damit für Tiroler Seglerïnnen eine nette Abwechslung zum Achensee. Dabei hat der Tegernsee den Vorteil der gemäßigteren Wassertemperatur. Während im Achensee selbst im Hochsommer wirklich nur hartgesottene schwimmen, da die Wassertemperatur nicht nur selten die 20 Grad übersteigt sondern häufig deutlich darunter bleibt, kann man im Tegernsee auch gemütlich plantschen, die Wassertemperatur in den Sommermonaten beträgt immerhin frische, aber verträgliche 20 bis 22 Grad Celsius. Rund um den See haben sich daher auch etliche Bademöglichkeiten etabliert, teils auch mit Rutschen etc...

Die heutige Gegend um den Tegernsee ist sicherlich von den Tätigkeiten der Wittelsbacher geprägt, die vor rund 200 Jahren das ehemalige Kloster Tegernsee als heutiges Schloß Tegernsee umbauen ließen und es als Sommerresidenz erwählten. Das Schloß ist heute noch im Besitz der herzoglichen Linie der Wittelsbacher.
Gemeinsam mit dem Schloß erwarben die Wittelsbacher seinerzeit auch die bereits damals nicht unbekannte Brauerei Tegernsee, die sich heute ebenfalls noch im Familienbesitz befindet, und unter dem Namen "Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee" weit über Bayerns Landesgrenzen hinaus bekannt ist.

Der am Ende der Würmeiszeit natürlich entstandene Tegernsee bietet aufgrund der vorherrschenden Thermiken ein ganz wunderbares Segelerlebnis, und so haben sich rund um den See einige Segelschulen, Windsurf- und Bootsverleihe sowie Yachtclubs gebildet. Auch Regattaseglern ist der Tegernsee mittlerweile ein Begriff, immerhin wurde 2019 die Tempest-Weltmeisterschaft hier ausgetragen, mit 43 Booten in dieser Einheitsklasse!

Durlaßboden-Stausee

Windsurfen und Segeln auf 1400m über dem Meeresspiegel!

Der Durlaßboden-Stausee im Wildgerlostal an der Grenze der Bundesländer Tirol und Salzburg liegt immerhin auf 1400m Seehöhe, ist aber in unserer Wertung "nur" der am zweithöchsten gelegene Segelhotspot, der Reschensee in Süd-Tirol liegt nochmals 100m höher.

Dank der Architektur des Dammes, der nicht nur "nackert" betoniert wurde, sondern mit Gesteinsbrocken so ausgestaltet wurde, dass er sich so gut wie eben möglich in die wunderbare Bergkulisse einbettet, sieht der Speichersee Durlaßboden beinahe so aus, als wäre er natürlichen Ursprungs.

Die Thermik durch das enge Tal wird durch eine ordentliche Düsenwirkung noch verstärkt, und so ist das Segeln und Surfen am Durlaßboden-Stausee eine weitere interessante Möglichkeit für Tiroler Seglerïnnen und Windsurferïnnen, in der heimischen Bergwelt ihrem Sport zu frönen.

Der Plansee

Geheimtipp im Außerfern

Unweit der Bezirkshauptstadt Reutte im gleichnamigen Tiroler Bezirk liegt der Plansee als zweitgrößte natürliche Wasserfläche des Bundeslands Tirol inmitten der Ammergauer Alpen.

Seit 1970 gibt es hier einen Segelclub, ein Zweigverein des Sportverein Reutte (SVR).

Eingebettet in eine malerische Bergwelt bietet der Plansee nicht nur eine fantastische Wasserqualität mit Sichtweiten um die 15m, sondern auch eine gewisse Thermik die durchaus auch sportliches Segeln erlaubt.

Leider gibt es am Plansee keinen Segelboot-Verleih.

Der Reschensee

Problematische Entstehungsgeschichte trifft auf malerisch-mystisches Segelerlebnis

Die Entstehungsgeschichte des Stausees am Reschenpass, kurz hinter der Grenze zwischen Süd- und Nordtirol, bereits auf Südtiroler Seite, ist nicht ganz unproblematisch. Schon um 1911 trug man sich mit dem Gedanken die beiden natürlichen Gewässer Reschensee und Mittersee aufzustauen. Aber erst unter der faschistischen Regierung Mussolinis wurden die Pläne konkret. So wurden die Pläne für das Stauvolumen deutlich erweitert, was eine Überflutung von Graun und eine teilweise Überflutung von Reschen zur Folge hatte. Ebenfalls in die faschistische Zeit fallen die ersten Enteignungen von Einwohnern der Region sowie die ersten Bauerabeiten für Stollen, Rohrleitungen und Kraftwerk. Ab September 1943 allerdings stockten die Arbeiten unter der deutschen Verwaltung Adolf Hitlers.

Fertiggestellt wurde das fragwürdige Projekt gegen den Protest der Bevölkerung in der weiteren Folge erst Ende der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts. Dabei wurden Teile der Ortschaft Reschen sowie die Ortschaft Graun abgerissen, bis auf den denkmalgeschützten Grauner Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert.
Und so entstand mit der ersten Vollstauung im Sommer des Jahres 1950 ein Stausee mit ca. 677 Hektar Fläche und einem malerisch-mystischen Kirchturm, der an der Stelle von Alt-Graun als Mahnmal aus dem See ragt und heute das wohl meistfotografierte Symbol der Region Vinschgau darstellt.
Dabei wurden über 500 Hektar Kulturland vernichtet und an die 150 Familien wurden ihrer Lebensgrundlage beraubt. In der weiteren Folge sind nur 35 dieser Familien in der Region geblieben und haben ihre Häuser an anderer Stelle wieder aufgebaut, alle anderen sind ab- oder ausgewandert, wurden also aus ihrer Heimat vertrieben.

All dies sollte man wohl zumindest hin und wieder bedenken, wenn man in der malerischen Kulisse mit Windsurfboard, Kite oder einem Segelboot den malerischen Turm umrundet und seine Freude dabei hat.

Am Reschensee herrscht aufgrund seiner Lage eine gute Thermik - meist sind es Südwinde aus dem Vinschgau kommend - die vorallem bei Kitesurfern sehr beliebt ist. Die Winde können mitunter auch recht stark ausfallen. Aufgrund der Seehöhe von 1500m ist allerdings ein Neoprenanzug notwendig. Es hat sich hier eine lebhafte Community entwickelt, erste Anlaufstellen sind der Segelverein Reschensee sowie die PROBOARDER Kiteschule Reschensee.

Der Gardasee

Das Meer der Tiroler

Was den Wienern der Neusiedlersee ist, ist den Tirolern der Gardasee.

Das Meer der Tiroler wird er oft genannt, liegt in Oberitalien, die Nordspitze im Trentino, Teil der Europa-Region Tirol-Südtirol-Trentino, und ist heute der größte See Italiens. Gerade im Norden des Gardasees spürt man auch noch einen Hauch Alt-Österreichischer Architektur gepaart mit südländisch-italienischem Flair. Nicht unweit fand die Schlacht von Solferino statt, bei der Österreich als Verlierer den Großteil des Sees an das Königreich Sardinien abtreten musste, und die auch die Inspiration für die Gründung des Roten Kreuzes war.

Von Innsbruck aus ist der Gardasee mit dem Auto bequem in etwa zweieinhalb Stunden erreichbar und daher beliebtes Ziel für Wochenendurlaube.

Der Gardasee bietet eine Vielzahl von Segel-, Windsurf- und Kitesurfschulen und Verleihe. Rund um den See sind hier etliche Betriebe angesiedelt. Einer der bekannteren Hotspots für windgetriebenen Wassersport ist das Sportcamp Stickl in Malcesine.

Der Gardasee, ein natürliches Gewässer, entstanden aus den Überbleibseln der Gletscher, zeichnet sich durch eine recht konstante, verlässliche Thermik aus, die vormittags einen Nordwind und nachmittags einen Südwind bringt. Diese Thermik herrscht allerdings nur im schmaleren Nordteil des Sees vor, während der bauchige Südteil des Sees, gerade in den Sommermonaten, oft unter einer dicken Flautenglocke liegt.

 
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